06.September 2018

Zweites Lehrjahr im Visier

Meine ersten Schritte auf dem Weg zum Industriekaufmann.

Schon ein Jahr mache ich meine Ausbildung bei D+H. Fünf Abteilungen habe ich in dieser Zeit schon durchlaufen. Welche Herausforderungen auf mich zukamen und was alles in einem Jahr passieren kann, lest ihr jetzt:

Die Zeit vergeht wie im Flug. Der Auftakt zur Ausbildung begann damals bei mir mit einer Kennenlernwoche und anschließender Einführungswoche. Bei einer guten Partie Lasertag und einer Hafenrundfahrt durch den Hamburger Hafen mit anschließendem Essen. Viele Eindrücke prasselten damals auf mich ein. Doch nach einem Jahr kann ich behaupten: Ich habe mich schnell bei D+H eingelebt und wohlgefühlt. Auch wenn ich am Anfang leichte Orientierungsschwierigkeiten hatte. Am liebsten hätte ich für die Gänge in den Produktionshallen ein extra entworfenes Navi gehabt: Ständig war ich im falschen Stockwerk und habe mich verlaufen, bin falsch abgebogen und kam einfach nicht da raus, wo ich rauskommen wollte. Aber mittlerweile kenne ich die Wege aus dem EffEff

Schule? Nie wieder! Oder doch?!

Ende August – also einen Monat nach Ausbildungsstart bei D+H – hatte für uns die Schule begonnen. Eigentlich wollte ich nach meinem Abitur nie wieder was von Schule hören, aber so wirklich führt da ja kein Weg vorbei. Noch mehr neue Gesichter und zig neue Namen, ob ich mir die alle merken kann? Zwei Gesichter kannte ich ja schon – die meiner Mitauszubildenden Svenja und Dominika. In der Berufsschule angekommen auch schon das nächste bekannte Gesicht. Mein früherer Kumpel Jannik ist auch in meiner Klasse! Die anderen Mitschüler waren mir auch schnell sympathisch und nach einem Jahr Resümee kann ich sagen, man hat sich auch schulisch gut eingefunden. Dadurch, dass in der Berufsschule die Inhalte auf meine Ausbildung ausgelegt sind, ist es ein anderes Gefühl in die Schule zu gehen als „damals in jungen Jahren“ auf dem Gymnasium.

Der Spagat zwischen Betrieb und Berufsschule

Zwei Tage die Woche Berufsschule und drei Tage die Woche im Betrieb. Machbar? Auf jeden Fall! Unser Gleitzeit-Stundenmodell bei D+H ermöglicht sogar eine einigermaßen freie Einteilung der Arbeitszeit. Im Betrieb habe ich innerhalb des vergangenen Jahres schon fünf Abteilungen kennengelernt. Gestartet bin ich im Vertrieb, dann ging es in den Einkauf. Nach acht Wochen im Einkauf stand das Marketing an – was mich unter anderem zum AzubiBlog bewegt hat. Ich fand die Möglichkeit toll, bei etwas mitwirken zu dürfen, wo wir komplett selbstständig etwas gestalten und bei D+H mitwirken können. Bei Fragen stehen wir aber nicht alleine da, sondern das Marketing steht uns immer mit tollen Ideen und Ratschlägen zur Seite.

Auf das Marketing folgte die Produktionsvorbereitung. Diese Abteilung wurde ganz neu in den Ausbildungsplan der Azubis integriert. Sie soll zu einem besseren Verständnis zwischen Produktion und kaufmännischem Bereich beitragen. Das Berufsschulwissen kann ich immer wieder im Betrieb anwenden, was einen noch mehr motiviert als vielleicht auf der „normalen“ Schule. Im Lernfeld „Beschaffung“ haben wir zum Beispiel die Bezugskostenkalkulation gelernt. Eine Woche später kam ich dann in den Einkauf und wurde vor die Frage gestellt: „Welche Kostenfaktoren beziehen wir eigentlich alle mit ein in unsere Kalkulation?“. Mit Hilfe des neu erlernten Wissens, konnte ich den Abteilungsleiter positiv überraschen. Es war eine tolle Erfahrung, das theoretisch gelernte in der Praxis anwenden zu können. Nach wie vor bin ich froh über die Entscheidung für eine Ausbildung und gegen ein Studium - für mich ein Volltreffer ins Schwarze. Nun habe ich das zweite Lehrjahr und die bald anstehende Zwischenprüfung voll im Visier. Ich halte Euch auf dem Laufenden!