12.November 2018

Schneller vorbei als erwartet

Mein erstes Lehrjahr als Mechatroniker.

Zurück in die Vergangenheit – gefühlt war mein Vorstellungsgespräch gerade gestern. Oder ist es doch schon ein Jahr her? Ich erzähle Euch, wie die Zeit dazwischen so schnell verging.


Was macht man am besten mit Mechatronikern, die frisch ins Unternehmen kommen? Richtig, man lässt sie mit den Produkten und handwerklichen Abläufen in der Firma warm werden. Und das geht natürlich am besten in der Produktion. Allerdings nur für ein paar Wochen, bevor wir dann bei einem Lötprojekt in der Lehrwerkstatt oder bei Metallarbeiten in Werk II von der Leine gelassen wurden. Wir, das sind übrigens Luke, der zweite Mechatroniker in meinem Lehrjahr, und ich. Wir verbrachten die ersten sechs Wochen zusammen in den Abteilungen – man war also nie allein auf den weiten Fluren in der neuen Firma.

Schulbank drücken muss auch mal sein

Dann kam auch schon mein erster Schulblock – zum Glück! Aber Spaß beiseite, nach 13 Wochen Arbeit, kamen die drei Wochen genau richtig. Aber wie ist Berufsschule eigentlich?
Auf jeden Fall viel interessanter als alles, was ich vorher mit Schule in Verbindung gebracht hatte. Die Themen sind praxisnah und nach einem Schulblock kann man das Erlernte im Job anwenden.


Zurück im Betrieb wartete schon die nächste spannende Abteilung auf mich. Ich durfte in unsere Reparatur bzw. unseren technischen Kundendienst. Schnell kam ich mit dem Reparieren der Antriebe, die ich zuvor in der Produktion ja schon gebaut hatte, zurecht und durfte auch in unserem Warenwirtschaftssystem SAP meine ersten Schritte machen und Kundenaufträge bearbeiten.

Doch nicht immer läuft alles nach Plan. Wenn in der Produktion mal Not am Mann ist, dann kann es auch mal schnell eine Planänderung geben und man unterstützt immer gerne. Auch die Praktikantenbetreuung gehört zu den vielseitigen Aufgabenfeldern von uns Mechatronikern. Für die Praktikanten entwarf ich einen möglichst ansprechenden Wochenplan und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Ende meines ersten Lehrjahres habe ich noch einen Schaltschrank für einen Dauerprüfstand in der Technik geplant und gebaut. Dort konnte ich alles nutzen, was ich in diesem Jahr gelernt hatte. Ob es die Ansteuerung der Antriebe war, die Programmierung der Zentrale, oder auch das Erstellen eines Projektplanes. Dies und vieles mehr habe ich in meinem Projekt umgesetzt und termingerecht fertiggestellt.

Also Ihr seht schon, in einem „kurzen“ ersten Ausbildungsjahr bei D+H kann man doch ziemlich viel erleben.