21.November 2018

Mathematischer Durchbruch

Von Angstschweiß zu Glücksgefühlen

Die Zeit in der Finanzbuchhaltung ist aufregender als man denken könnte und auch für Leute wie mich, für die 3x3=4 gilt.

Für mich als „Mathegenie“ gibt es circa eine Million schönere Dinge, als sich mit Zahlen rumzuschlagen. Leider gehören auch die zu einer kaufmännischen Ausbildung und nein, ich kann mich nicht davor drücken. Das war nämlich zuerst mein Plan. Irgendwie diesen doofen Zahlen entgehen.

Herr Kaps, unser Ausbildungsleiter, zeigte kein Erbarmen. Ich sah das Zahlenjonglieren schon im Ausbildungsplan auf mich zukommen und es graute mir.

Dann war es soweit - mein erster Tag in der Finanzbuchhaltung. Ich war schon vorher zu Besuch in der „FiBu“, sei es um Rechnungen zu bringen oder welche zu suchen. Doch jetzt sollte ich hier arbeiten? Und Rechnungen buchen? Mit echtem Geld hantieren? Oh je, das konnte ja nicht gut gehen.

Doch als ich mich am Montagmorgen an meinen Platz setzte, war es schon ein bisschen weniger schlimm. Den Weg von der Tür zum Stuhl hatte ich geschafft, was konnte mir jetzt noch passieren? Und dann kam sie: die erste Rechnung. Natürlich habe ich sie nicht sofort allein bearbeitet, sondern mit einer Kollegin aus der Abteilung zusammen. Sie hat mir Schritt für Schritt gezeigt, was ich machen muss und dann kam der Moment:

Der eine, kleine aber feine Moment, der den Wendepunkt meiner Karriere in der Finanzbuchhaltung sein sollte.

Herzklopfen, der Atem stockt

Der Saldo ergab 0,00€.