11.Januar 2019

Feilen an den Fertigkeiten

Wie aus Heavy Metall Antriebskomponenten werden.

Von Zeit zu Zeit schlagen wir, die Azubis aus den gewerblichen Aufgabenfeldern, auch im Werk 2 in der Hamburger Straße unsere Zelte auf. Zum Glück befindet sich die Produktionsstätte nur zehn Gehminuten von unserem Hauptsitz, entfernt, was die Anreise einfach hält. Doch was passiert da eigentlich und was für Aufgaben haben wir Azubis dort?


Aber erstmal eins nach dem anderen: In Werk 2 findet hauptsächlich die zerspanende Fertigung unserer metallischen Antriebskomponenten, wie die der Zahnstangen oder der Gehäuse unserer Antriebe statt. Auch werden dort Montagehilfen im Sonderbau für die Produktion gefertigt oder unsere Ketten eingefettet.

Der Werkstoff der Begierde

Da wir Azubis mit dem Werkstoff der Begierde erstmal warm werden müssen, fangen wir in den ersten Wochen ganz von vorne an. Das heißt: feilen, feilen und nochmal feilen… aber wer das überstanden hat, kann mit dem neugewonnenen Feingefühl für Metall nun auch die größeren Maschinen bedienen, wie z.B. die Fräse oder eine der Drehmaschinen. Doch wer sich im Zehntel- und Hundertstelmilimeterbereich nicht zurechtfindet, der kann auch schon mal verzweifeln. So wie ich, als ich ein Bauteil aus sehr empfindlichem und weichem Aluminium viermal hintereinander knapp unter Maß gedreht habe. Doch was ab ist, ist ab.  Also, lieber weniger vom Maß abtragen und man muss nicht das komplette Bauteil, an dem man einen ganzen Vormittag gearbeitet hat, nochmal neu aus dem Metallblock anfertigen.


Aber das Schöne daran ist, wenn man dann nach den meist nicht länger als 3 Wochen andauernden Blöcken wieder in der Lehrwerkstatt ist und sein Werkstück fertiggestellt hat, kann man seinen Werkzeugkoffer um den selbst gebauten Körner oder Schraubzwinge erweitern oder die passgenau abgestimmten Stirlingmotoren um die Wette laufen lassen.


Also ihr seht schon, ein Ausflug in die Hamburger Straße ist nicht weit und lohnt sich immer.